Uhren&Juwelen 06/2018

W er ernsthaft glaubt, der Uhren- und Schmuckeinzelhandel sei vom Angriff der Online-Riesen (weitge- hend) verschont geblieben, dem ist drin- gend die Lektüre vonManuel Friedls Report in dieser Ausgabe von u&j angeraten. Unter dem Motto »Die Dämme brechen« beschreibt Friedl, dassWeb-Portale den sta- tionären Einzelhandel spürbar in Bedräng- nis bringen. Dass ein immer größerer Teil der Umsätze an Amazon & Co. wandert, macht Produkte noch vergleichbarer – und Service offenbar zum leicht verzichtbaren Zusatznutzen. Breit aufgestellte Marken und Einzelhändler tun sich immer schwe- rer, weil sie jeden ansprechen wollen – und damit niemanden ernsthaft fokussieren. Aber wenn Beratung fehlt, wenn man für seinen Einkauf nicht auch mit einer Wohl- fühl-Atmosphäre verwöhnt wird – wo, bitte, ist dann der Unterschied zum anony- men Rund-um-die-Uhr-Smartphone- Shoppen? Dass selbst Milliardenkonzerne mit »more of the same« nicht mehr weiter kommen, sondern auch sie individualisie- ren und ihr Angebot noch viel genauer auf Kundenwünsche abstimmen müssen, beweist der Tiroler Kristallkonzern Swarov- ski dieser Tage. Mit einem fulminanten Event weihte man eine Manufaktur ein, in der Kunden gemeinsam mit den Spezialis- ten aus Design und Schleiferei »ihr« Wunschprodukt erstellen. Und das ganze innerhalb von 24 Stunden! So werden Kun- denwünsche heute realisiert … Viel Spaß beim Lesen wünscht Brigitte Pfeifer-Medlin Chefredakteurin uhren&juwelen © Hersteller (alle) inhalt 09 3 u&j | November 2018 32 41 16 news Citizen ist Jahressieger news Dorotheum erhält Fairtrade-Award handel Swarovski öffnet sich und die »Manufaktur« design Sehnsucht nach Schlichtheit schmuck Entwicklung Uhrmacher und Juweliere weihnachten Last (Minute) Christmas uhren Alt und gut 04 07 09 16 20 26 32

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