Auch WKO fördert Digitalisierung

Mit dem Förderprogramm »KMU Digital« soll die Digitalisierung von Klein- und Mittelbetrieben gestärkt werden. Im Topf liegen 3 Millionen Euro, die ab sofort beantragt werden können

»Die Corona-Pandemie hat in Sachen Digitalisierung einen Boost bewirkt, dem Thema einen Schub verliehen. Die Digitalisierung bietet auch und gerade für KMU viele Möglichkeiten und Vorteile«, ist Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der WKO überzeugt. Im Zuge von »KMU.Digital« werden Unternehmen bei ihren ersten Digitalisierungsschritten (u. a. etwa in den Bereichen Geschäftsmodelle und -prozesse oder IT- und Cybersecurity) mit Beratung und einem Umsetzungszuschuss unterstützt.
Diese Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) wurde schon in ihrer ersten Phase sehr gut von den heimischen KMU angenommen: Mehr als 10.000 Beratungs- und Umsetzungsinitiativen konnten dank des Programms bereits unterstützt werden.

Geringer Digitalisierungsgrad

Seit Oktober letzten Jahres konnten mehr als 3.000 Unternehmerinnen und Unternehmer bei ihrem Schritt in die Digitalisierung unterstützt werden. »In Österreich sind 99,6 Prozent (337.800) der Unternehmen KMU und somit das Rückgrat unserer Wirtschaft. Fast die Hälfte dieser Betriebe (41,7 %) hat allerdings einen geringen Digitalisierungsgrad. Damit der Wirtschaftsstandort Österreich von der Digitalisierung profitiert, müssen wir Unternehmen aller Größen auf diesem Weg mitnehmen«, so Bundesministerin Margarete Schramböck. Auch WKÖ-Präsident Harald Mahrer betont: »Mit unserem Qualifizierungs- und Digitalförderprogramm KMU Digital, das nun mit frischen Fördermitteln in die nächste Phase geht, begleiten wir Betriebe aktiv in die digitale Welt. Das ist gerade angesichts von Corona und der damit einhergehenden Transformation der Geschäftsmodelle wichtiger denn je. Mit KMU Digital geben wir den Betrieben mit ein Werkzeug an die Hand, um Wachstumschancen für sie in der Digitalisierung zu identifizieren und mitzuhelfen, konkret und betriebsnah, Digitalisierungsprojekte umzusetzen.«
Weitere Informationen unter www.kmudigital.at. Auch die Antragstellung ist unter dieser Adresse möglich.

Autoren: Manuel Friedl und Claudia Stückler, www.textilzeitung.at