Audemars Piguet verlässt SIHH

Nach 19 Jahren Partnerschaft gibt Audemars Piguet das Ende seiner Zusammenarbeit mit dem SIHH (Salon International de la Haute Horlogerie) bekannt: Die Manufaktur aus Le Brassus wird 2019 zum letzten Mal an dem SIHH teilnehmen.

© Audemars Piguet

© Audemars Piguet

Die Entwicklung der Uhrenindustrie habe dazu geführt, lässt Audemars Piguet verlautbaren, dass sich das Geschäftsmodell des Unternehmens geändert habe und die Manufaktur neue Wege gehe, um engere und direktere Beziehungen zu Endkunden und Uhrenliebhabern weltweit zu knüpfen. Ein zentraler Bestandteil der Strategie von Audemars Piguet sei, dass man ganz nah an seinen Endkunden sein, deren Bedürfnisse verstehen und ihnen immer höhere Qualität und schnelleren Service liefern möchte. Die Konsolidierung des Vertriebsnetzes sei daher eines der vorrangigen Ziele der Manufaktur, um den direkten Zugang zu den Kunden zu verbessern. Seit September gäbe es beispielsweise das AP-House in München. Die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit dem SIHH zu beenden, sei eine natürliche Konsequenz dieses Konsolidierungsprozesses. Audemars Piguet bedanke sich für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Als Gründungsmitglied bleibe Audemars Piguet der Fondation de la Haute Horlogerie (FHH) allerdings als Partner erhalten und werde deren kulturelle Tätigkeiten auch weiterhin unterstützen

Die Produkte sollen zukünftig überwiegend bei kleineren Events vorstellt werden, deren Termine AP eng auf die Markteinführungsdaten während des Jahres abstimmen werde. Auf diese Weise will der Uhrenhersteller seine Lieferzeiten verkürzen, damit sich Kundinnen und Kunden in Zukunft noch schneller, möglichst sofort, an ihren Uhren erfreuen können: „Manche Kunden möchten nach der Bestellung einfach nicht sechs Monate auf ihre Uhr warten müssen. Das können wir nachvollziehen, denn schließlich soll unsere Strategie vollständig auf unsere Kunden ausgerichtet sein“, heißt es seitens Audemars Piguet.