Ausgezeichnete Leistungen

Die Kammer des Landes Steiermark freut sich, vier neue Meisterinnen im Gold-und Silberschmiedegewerbe begrüßen zu können und würdigte fast alle Kandidatinnen mit „ausgezeichneten Leistungen“ in allen Modulen.

© Georg Wiesauer

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Unter den strengen Augen der Juroren fertigten Anfang Oktober vier Prüflinge ihre Meisterstücke an. Innovation und hohe Handwerkskunst zeichneten letztendlich die fertigen Meisterstücke aus. Ein Medaillon, bestehend aus einem Sperrmechanismus und mehreren eingebauten Goldscheiben, die sich nur nach richtiger Aktivierung durch den als Zahlenschloss fungierenden drehbaren Mittelstein und einen Riegel öffnen lassen, ist besonders hervorzuheben. Auf seinem Rand fungieren färbige Brillanten als Markierungspunkte für den Drehmechanismus. Des Weiteren stellte eine Kandidatin einen Ring vor, dessen Ringschiene man aufgrund eines Mechanismus öffnen kann, um ihn speziell für Menschen mit arthritischen, also oftmals deformierten Fingern und Fingergelenken, als Fingerschmuck anbieten zu können. Die Rückseite der Ringschiene ist aus einem selbstgefertigten Mokumegane-Draht hergestellt, was ihm einen exklusiven Touch verleiht. Die Fassung des Mittelsteins ist zudem durch eine spezielle Schraub- und Fixiertechnik auswechselbar. Eine zweite Fassung mit einem runden Saphir ergänzt ebenso wie ein selbstgefertigter Schaubendreher aus Gold mit einem Brillanten dieses Meisterstück. Die dritte Kandidatin fertigte eine Trachtenschließe aus Weißgold- und Silber. Die Silberplatte wurde geschwärzt und ist wie die komplette Schließe durch einen doppelseitigen Schnapper komplett auswechselbar. Alle Fassungssteine sind geschraubt und dadurch ebenfalls austauschbar, ebenso wie die Bodenplatte, die mit zwei seitlichen Spezialschrauben und einem speziellen Befestigungsmechanismus fixiert wurde. Das eröffnet der zukünftigen Trägerin eine wandelbare Trachtenschließe mit unzähligen Trage- und Variationsmöglichkeiten. Die vierte Prüfungskandidatin fertigte ein Kettenmittelstück zum Öffnen mit einem Spezialverschluss an. Vorne ist die Schließe im modernen Stil gehalten, Hinten wurde die Verzierung in Filigrantechnik ausgeführt. Gehalten wird der Mittelteil an einer Mondsteinkette, bei der jeweils ein Goldknopf mit einem Citrin in glatter Fassung für den Abschluss sorgt. Die Prüfungskommission war beeindruckt von den Arbeitstechniken und den großen Fachkenntnissen der vier neuen Meisterinnen, die auch die mündlichen Prüfungen alle mit Auszeichnungen bestanden haben. Die Landesinnung der Kunsthandwerke gratuliert den vier neuen, ausgezeichneten Meisterinnen und wünscht ihnen für den weiteren beruflichen Lebensweg alles Gute. „Bei diesen handwerklichen Fähigkeiten, muss einem über Zukunft der handwerklichen Goldschmiedequalität keine Bange sein“, kommentierte der stellvertretende Innungsmeister Georg Wiesauer abschließend.