Corona-Krise ändert Konsumverhalten

Mit der Corona-Krise haben sich auch die Prioritäten der Kunden verschoben: Luxus, Verschwendung und Shopping gelten als Begriffe der Vergangenheit, glaubt man bei Gallup.

© Andrea Fronaschütz, Geschäftsführerin des Österreichischen Gallup Instituts © www.beahasler.at

Arbeitslosigkeit, leistbares Wohnen, Gesundheit und Pflege sind die neuen Hauptthemen, die die Bevölkerung bewegen, sagt die Geschäftsführerin des Österreichischen Gallup Instituts, Andrea Fronaschütz. Jeder zweite Österreicher befürchtet laut Umfrage infolge der Krise langfristige wirtschaftliche Nachteile für sich. Fronaschütz: »Über 70 % der Österreicher benennen Arbeitslosigkeit und Gesundheit als die Themen, die in der Krise am stärksten an Bedeutung gewonnen haben. Mehr als 50 % sehen Regionalität im Aufwind und setzen dies auch in ihrem Einkaufsverhalten um. Die Digitalisierung erkennen quer durch die Generationen fast 40 % der Österreicher als bestimmenden Trend unserer Gesellschaft.«

Gegenwind für Luxusmarken

Auch beim Einkauf werden die neuen Wertvorstellungen umgesetzt. »Bewusster, maßvoller und nachhaltiger Konsum heißt das neue Leitbild«, so Fronaschütz. »Acht von zehn Konsumenten beabsichtigen, stärker auf regionale Herkunft der gekauften Produkte zu achten. Für zwei Drittel spielen Nachhaltigkeit und Qualität eine größere Rolle, neun von zehn wollen auf den Kauf von Prestige- und Luxusmarken verzichten.« Da die Krise Niedrigverdiener besonders trifft, wird jedoch für Viele auch der Preis zum Hauptkriterium.

Für die Studie wurden zwischen 14. und 18. Mai 1.000 Österreicher über 16 Jahren befragt.

Autor: Manuel Friedl, www.textilzeitung.at