Edelmarken bei Jugend angesagt

Das internationale Geschäft mit persönlichen Luxusgütern wächst, dabei sorgt Asien für Belebung.

© AnasteZia – stock.adobe.com

Eine Studie der Managementberatung Bain&Company ermittelte, dass das Geschäft mit hochwertigen Gütern 2018 um 6 % auf rund 260 Mrd. € gewachsen ist. Dabei setze vor allem die Jugend auf das Geschäft mit hochwertiger Kleidung, Lederwaren, Parfum und Schmuck. Besonders gefragt waren Kreuzfahrten auf exklusiven Schiffen, die um 7 % zulegen konnten. Mit 6 % wuchsen neben dem Segment des persönlichen Luxus auch der Kunstmarkt sowie die Nachfrage nach Delikatessen und Gourmet-Menüs. „Der Luxusmarkt ist auf einen soliden Wachstumspfad mit moderatem Tempo eingeschwenkt“, stellt Bain-Partner Serge Hoffmann fest. Bis 2025 werde der Markt voraussichtlich um jährlich 3 bis 5 % auf dann 320 bis 365 Mrd. € zulegen – abhängig davon, wie sich die aktuellen politischen, soziokulturellen und wirtschaftlichen Risiken auswirken. Insbesondere China spielt dabei laut Bain eine entscheidende Rolle und die Berater prognostizieren, dass sich der Anteil chinesischer Kunden am weltweiten Luxuskonsum in den kommenden Jahren weiter erhöhen werde: 2018 lag er bei 33 %, bis 2025 wird er auf 46 % angestiegen sein. 
Es ist wohl dem starken Euro geschuldet, dass die gewöhnlich starke Nachfrage asiatischer Touristen nach Luxusgütern in Europa nachließ. Doch die Europäer kauften selber reichlich Luxusgüter, so dass ein Plus von 1 % auf 84 Mrd. € für 2018 zu verzeichnen war. Auf dem nordamerikanischen Kontinent war ein Zuwachs von 5 % auf 80 Mrd. € zu verzeichnen.

Auffallend sei laut Studie, dass in allen Regionen ausschließlich die jüngeren Generationen den Markt beleben. Im vergangenen Jahr entfiel das gesamte Wachstum der Luxusbranche auf die Millennials. 2017 hatte ihr Anteil bei 85 Prozent gelegen. Die Botschaft ist im hochwertigen Segment durchaus angekommen und es richtet sein Angebot nach den Bedürfnissen der jungen Generation aus. Entsprechend investieren die Marken in Onlineshops. Hier legte der Verkauf 2018 gegenüber dem Vorjahr um 22 % auf rund 27 Mrd. € zu. Insbesondere Accessoires verkaufen sich gut im Netz.