Förderungen für Onlinehandel im Angebot

Das Händlerverzeichnis und die Shop-Suchfunktion wurden im Februar eingestellt. Dafür gibt es im Kaufhaus Österreich ab sofort für kleine und mittlere Unternehmen eine E-Commerce-Förderung in Höhe von 10 Mio. Euro.

Das gescheiterte Onlinehändler-Verzeichnis »Kaufhaus Österreich« des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer lebt nun weiter als Info-Plattform für Händler. Seit vergangenem Samstag stehen dafür über www.kaufhaus-oesterreich.at E-Commerce-Förderungen in einer Gesamthöhe von 10 Mio. € zur Verfügung, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte.

 

Mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen greift die öffentliche Hand E-Commerce-Projekten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) finanziell unter die Arme. Gefördert werden 20 % der Projektkosten von mindestens 3.000 und maximal 60.000 €. Die Förderung kann bis 31. Oktober 2021 beantragt werden. In Kürze soll auch wieder die »KMU Digital«-Förderung des Wirtschaftsministeriums in Kooperation mit der WKÖ in Höhe von insgesamt 5 Mio. € starten.

Das Onlinehändler-Verzeichnis von »Kaufhaus Österreich« und die Shop-Suchfunktion wurde im Februar nach rund zwei Monaten eingestellt, die staatliche Austria Wirtschaftsservice (aws) übernahm im Auftrag des Wirtschaftsministeriums den Betrieb der Website. Die Wirtschaftskammer zog sich aus dem Projekt zurück. Die Opposition hat die Kosten von bis zu 1,3 Mio. € kritisiert und den Rücktritt von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) gefordert. Schramböck hat die Kritik an den Kosten zurückgewiesen. Nur die Suchfunktion sei nicht gut umgesetzt worden.

von: Manuel Friedl, www.textilzeitung.at