Halbjahresbericht der Swatch Group spiegelt Lockdown-Maßnahmen wider

Die Offenlegung der Betriebsergebnisse des Schweizer Uhrenkonzerns zeigt deutlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Uhrenbranche.

© By Swatch, Swatch Group

Nach einem starken Januar mit einer operativen Marge von 21.4% im Uhren- und Schmuck Segment (ohne Produktion) und 17.3% für den Gesamtkonzern, kam es zu einem massiven Einbruch von zeitweise bis zu 80% der Distributionskanäle weltweit durch die staatlich verordneten Schließungen im Zuge der Corona-Pandemie, heißt es in der Mitteilung.

 

Der Nettoumsatz des Konzerns liegt bei 2 197 Millionen CHF, was einen Rückgang von 43.4% zum Vorjahr, zu konstanten Wechselkursen, respektive 46.1% zu aktuellen Kursen bedeutet. Der starke Schweizer Franken reduzierte den Umsatz um 113 Millionen CHF, respektive -4.9%. Der Betriebsverlust von -327 Millionen CHF steht einem Betriebsgewinn von 547 Millionen CHF im Vorjahr gegenüber. Im Juni verzeichnet der Gesamtkonzern wieder ein positives Betriebsergebnis. Dem Konzernverlust von -308 Millionen CHF steht ein Konzerngewinn von 415 Millionen CHF im Vorjahr gegenüber. Die solide Eigenkapitalbasis von 10,8 Milliarden CHF mit einer Eigenkapitalquote von 84.6% und einer Nettoliquidität von 944 Millionen CHF, liegt um 29% oder 213 Millionen CHF höher als im Vorjahr. Des Weiteren beschreibt der Konzern hoffnungsfroh eine »sehr hohe Kundennachfrage in den Märkten, welche den Lockdown bereits überwunden haben, und zwar in allen Preissegmenten« und ein »zweistelliges Wachstum in Mainland China im Mai und Juni gegenüber dem Vorjahr«. Man erwarte ein starkes zweites Halbjahr mit einem positiven Betriebsergebnis für das Gesamtjahr. Die Konzernleitung ist davon überzeugt, dass sich die Umsatz- und Ertragssituation in den kommenden Monaten sehr rasch verbessern werde - parallel zu den weiteren Lockerungen der Covid-19 Maßnahmen in den einzelnen Ländern. Der positive Ausblick werde verstärkt durch die Neuheiten, welche die Konzernmarken im zweiten Halbjahr lancieren werden, sowie die tiefere Kostenbasis. Die Auslastung der Produktionskapazitäten werde sich dadurch im dritten und vierten Quartal 2020 erhöhen. Für das Gesamtjahr 2020 wird ein positives Betriebsergebnis erwartet.                 

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