Kunden fehlt Lust auf Corona-Shopping

Mehr als die Hälfte der Österreicher empfinden das Einkaufen derzeit als unangenehmer als vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Doch auch das Einkaufen im Internet befriedigt nicht alle Bedürfnisse.

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Wie eine neue Gallup-Studie belegt, will in der Bevölkerung in Zeiten von Corona weiterhin kein rechtes Shopping-Feeling aufkommen. 58 % der Österreicher empfinden das Einkaufen derzeit als unangenehmer als vor der Pandemie. Rund zwei Drittel (65 %) begründen dies mit den Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Mindestabstand, 40 % mit einem allgemein höheren Stresslevel in den Geschäften. Besonders stressig ist das Einkaufen für die Jungen (49 %) und für Personen mit Kindern im Haushalt (46 %). Nur ein Drittel empfindet das Einkaufen derzeit als unverändert.

Jugend vermisst das Shopping-Erlebnis

Stabil zeigt sich deshalb der Trend zum Online-Shopping: 26 % der Befragten geben an, in Zukunft mehr im Internet einkaufen zu wollen. Haushalte mit Kindern wollen noch deutlicher auf Online-Käufe ausweichen (34 %). Dabei befriedigt der Einkauf im Internet nicht alle Bedürfnisse. Insbesondere die Jugend vermisst das Shopping-Erlebnis im realen Geschäft.

Trend zu heimischen Produkten und Händlern

Als ebenso stabil erweist sich laut Gallup der Trend zu heimischen sowie regional produzierten Produkten: 75 % der Konsumenten geben an, in Zukunft vermehrt in der Region erzeugte Produkte kaufen zu wollen, 70 % haben vor, öfter bei österreichischen Unternehmen einzukaufen.
Und schließlich stellt Andrea Fronaschütz, die Leiterin des Österreichischen Gallup Instituts, »eine Form von Corona-Genügsamkeit« fest: »Eine geringere Produktauswahl oder bis 18 Uhr reduzierte Öffnungszeiten werden derzeit akzeptiert«, sagt Fronaschütz. Eine Ausnahme sind auch hier die jüngeren Käuferschichten: »Die Generation der unter 30-Jährigen würde am wenigsten eine Reduktion der Öffnungszeiten und der Auswahl akzeptieren und freut sich am meisten auf unbeschwertes Bummeln und Einkaufen in Shopping Centern, wie es vor der Krise zum Alltag gehörte.«

 

Text: Manuel Friedl, www.textilzeitung.at