Maskenpflicht im Handel ist zurück

Ab heute gelten wieder verstärkte Corona-Maßnahmen in ganz Österreich. Im Handel bedeutet dies das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Personal wie Kunden.

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Nach dem letzten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Österreich sind seit dem heutigen Montag um 00:00 Uhr wieder bundesweite, verschärfte Maßnahmen in Kraft. So ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz (MNS) erneut im gesamten Handel sowohl für Kunden als auch das Personal verpflichtend. Ein durchaus nachvollziehbarer Schritt, so WKÖ Handelsobmann Rainer Trefelik, und »ein gelinderes Mittel«, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. »Wir tragen das mit«, bestätigte er der APA.

»Die flächendeckende Maskenpflicht führt die Corona-Ampel ad absurdum«

Selbiges gilt für den Handelsverband, der jedoch die österreichweite Einführung der Maßnahme kritisiert. Die Corona-Ampel werde »dadurch nun ad absurdum geführt«, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will am Freitag in einer Aussendung.

Die flächendeckende Einführung der Maskenpflicht hatte im Handel bereits im April, insbesondere bei Käufen abseits der lebensnotwendigen Güter, zu heftigen Umsatz- und Frequenzrückgängen geführt, im Modehandel kam es zu Einbrüchen von mehr als 50 %. Den erwartbaren Kollateralschaden könne man aus aktuellen Datenerhebungen ableiten, so der Verband. In Oberösterreich haben sich die Umsatzzahlen in der letzten Woche gerade von der Abschaffung der bundeslandweit gültigen Maskenpflicht erholt, nachdem der Non-Food Handel während dieser im Schnitt mit Umsatzeinbußen und Frequenzverlusten von rund 20 % zu kämpfen hatte. Österreichweit schätzt der Handelsverband die Umsatzverluste auf Grund der Maskenpflicht auf eine halbe Mrd. € pro Monat. »Alleine für Wien ist von monatlichen Umsatzverlusten von 100 Millionen € durch die Maskenpflicht auszugehen«, so Will.

Von: Lisa Hollogschwandtner, www.textilzeitung.at