Neu: Saphirglas mit Bezahlchip

Infineon macht durch ein Saphirglas mit Bezahlchip aus jeder Uhr ein kontaktloses Zahlungsmittel.

© Winwatch

Weltweit zahlen immer mehr Menschen kontaktlos, da es einfach, schnell und hygienisch ist. Vor allem im Zuge der Corona-Pandemie hat sich die Akzeptanz und die Verbreitung der Technologie signifikant beschleunigt. Neben Bank- oder Kreditkarten ist auch tragbare Elektronik, sogenannte Wearables, stark gefragt. Erstmals ist es nun möglich, traditionelle Armbanduhren oder luxuriöse Modelle aus Metall mit der kontaktlosen Zahlungsfunktion auszustatten. Das Schweizer Unternehmen Winwatch integriert hierfür winzige Sicherheitschips der Infineon Technologies AG nahezu unsichtbar in ihr patentiertes Saphirglas STISS®. Der Chip ermöglicht die schnelle und abgesicherte Zahlungstransaktion per Funk binnen Millisekunden.

»Eine schnelle und robuste Verbindung von der Uhr zum Lesegerät an der Kasse ist ausschlaggebend für die Kundenakzeptanz,« sagt Alex Kalbermatten, CEO von Winwatch. »Infineon übertrifft bei der Funkqualität alle anderen Lösungen, die es derzeit am Markt gibt. So konnten wir durch die Integration des Kontaktloschips ein Saphirglas entwickeln, dass aus jeder Uhr – vom mechanischen Erbstück bis zur metallenen Sportuhr – ein kontaktloses Zahlungsmittel macht. Und das ganz ohne Batterie.«

»Ob mit klassischer Karte, einem Modeaccessoire wie einem Ring oder Smart Wearables – Chip-Innovationen von Infineon verbinden die reale mit der digitalen Welt und ermöglichen eine einfache, gesicherte und hygienische Zahlungsabwicklung«, sagt Björn Scharfen, Leiter der Product Line Payment & Ticketing Solutions von Infineon. »Mit unserer Sicherheits- und Kontaktlosexpertise sowie energieeffizientem Chipdesign nehmen wir in diesem Wachstumsmarkt eine führende Rolle ein.«

Das nach wie vor am stärksten verbreitete kontaktlose Zahlungsmittel ist die Kredit- oder Debit-Karte. Laut ABI funktionieren bereits heute zwei Drittel der im Umlauf befindlichen Karten kontaktlos, bis 2025 soll der Anteil auf über 80 Prozent steigen. Allein in 2020 rechnen die Marktforscher mit 1,9 Milliarden neuen kontaktlosen Karten weltweit. Auch die Nachfrage nach Wearables mit Bezahlfunktion steigt kontinuierlich. Einer neuen Studie zufolge sind mehr als 75 Prozent aller Mastercard-Transaktionen in Europa mittlerweile kontaktlos. Zahlungstransaktionen mit Smartphones und Wearables haben sich binnen eines Jahres von sieben auf 14 Prozent verdoppelt.

Infineon ist mit einem Marktanteil von mehr als 47 Prozent weltweit die Nummer Eins bei Bezahlchips für Karten* und führend bei Kontaktlostechnologien. Im österreichischen Graz betreibt der Münchner Halbleiterhersteller ein eigenes Kompetenzzentrum für Kontaktlostechnologien.

Kombination aus Chiptechnologie, Datensicherheit und Antennendesign

Bei kontaktlosen Zahlungslösungen ist ein Dreiklang von digitaler Chiptechnologie, Verschlüsselung sowie analoger Funktechnik erforderlich. Ob Karte, Uhr, Ring oder Schlüsselanhänger, der integrierte Chip spielt dabei eine zentrale Rolle.

Er ist ein Mini-Computer mit einer Größe von wenigen Quadratmillimetern, der über eine kleine Antenne die gesamte Kommunikation zwischen dem Kunden und dem Finanzinstitut initiiert und steuert. Innerhalb von rund 200 Millisekunden – das entspricht einem menschlichen Wimpernschlag – weist der Chip die Echtheit des Zahlungsmittels über seine individuelle Signatur aus und erstellt ein Kryptogramm aus Kartendaten, Zahlungsbetrag und Ort der Zahlung. Nach erfolgreicher Prüfung bestätigt die Bank die Zahlung an das Lesegerät.

Die Kommunikation zwischen Karte oder Wearable und dem Lesegerät erfolgt über NFC-Technologie (Near Field Communication). Bei einem Abstand von zwei bis zehn Zentimetern nutzt der Chip ausschließlich das Energiefeld des Lesegerätes, um die Daten zu berechnen, zu verschlüsseln und zu funken.

*ABI Payment and Banking Cards Secure IC Technologies Report July 2020

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