Neue Förderung unterstützt KMU bei E-Commerce

Mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss werden gezielt E-Commerce-Projekte von KMU unterstützt. Anträge beim AWS sind ab 8. September möglich. Gefördert werden 30 Prozent der Projektkosten.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) bietet die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS) im Rahmen der Digitalisierungsförderungen Unterstützung im Bereich E-Commerce an. Mit dem neuen Schwerpunkt werden österreichische Klein- und Mittelbetriebe (KMU) mit insgesamt 2 Mio. € bei Verstärkung und Professionalisierung der digitalen Vertriebs- und Vermarktungsmaßnahmen unterstützt. »Ein guter Online-Shop ist für viele KMU der Schlüssel zum Erfolg. Wir unterstützen daher unsere Unternehmen dabei und zeigen, welche Vorteile die Digitalisierung gerade für Klein- und Mittelbetriebe haben kann«, so Wirtschafts- und Digitalministerin Margarete Schramböck.

Geschäftserfolg online absichern

Für viele österreichische KMU gilt: Wollen sie nachhaltig erfolgreich sein, sollen sie ihre Produkte und Dienstleistungen auch online anbieten können. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen stehen dabei immer wieder vor Herausforderungen. Investitionen in neue Technologien und Know-how sind gerade für diese Unternehmen nicht immer leicht zu stemmen. Hier setzt die neue Förderung an. Mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss werden gezielt E-Commerce-Projekte von KMU unterstützt. Gefördert werden 30 % der Projektkosten von mindestens 2.000 und maximal 100.000 Euro. »Die Digitalisierung ist in vielen Bereichen unseres Lebens bereits sehr weit vorangeschritten. Die vergangenen Monate haben diesen Trend noch zusätzlich beschleunigt. Hier ist es ganz besonders wichtig, dass sich unsere heimischen Betriebe professionell im Online-Bereich präsentieren«, so Schramböck.

Förderprogramm »KMU.E-Commerce«

Konkret umfasst das Förderangebot »KMU.E-Commerce« den Ausbau und die Einführung von Online-Shops, die Nutzung von Vertriebs- und Dienstleistungsplattformen, aber auch die Einrichtung von E-Commerce-Geschäftsprozessen bis hin zur Einrichtung von E-Commerce-Gütezeichen.
»Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig krisenresiliente Vertriebskanäle sind. Die Digitalisierung spielt hier eine entscheidende Rolle. So konnten jene heimischen Händler und Marktplätze, die während des Lockdowns auf E-Commerce setzen konnten, ihre Online-Umsätze beträchtlich steigern und oftmals vervielfachen, da sie Ihre Kunden über digitale Kanäle erreichten«, erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will, der die Initiative des Ministeriums begrüßt.

Förderprogramm »KMU Digital«

Der Zuschuss ist eine Ergänzung zur Umsetzungsförderung von KMU.Digital, der Digitalisierungsoffensive des BMDW in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Dabei werden Unternehmen bei ihren ersten Digitalisierungsschritten (u.a. etwa in den Bereichen Geschäftsmodelle und -prozesse oder IT- und Cybersecurity) mit Beratung und einem Umsetzungszuschuss unterstützt. Der maximale Zuschuss beträgt hier 5.000 Euro und kann nur nach einer Beratungsförderung genutzt werden. Auch hier ist der Call wieder geöffnet und Einreichungen sind ab sofort wieder möglich.
Anträge für »KMU.E-Commerce« sowie »KMU.Digital« können online über den aws-Fördermanager eingereicht werden.

Autor: Manuel Friedl, www.textilzeitung.at