Online-Anteil steigt markant

Eingeschränktes Feiern und eine steigende Sparneigung führen im laufenden Jahr zu deutlich sinkenden Haushaltsausgaben für Uhren und Schmuck, zeigt eine Marktstudie zu den privaten Haushaltsausgaben von Branchenradar.com Marktanalyse.

Im Jahr 2019 haben die privaten Haushalte in Österreich für Uhren, Schmuck und Modeschmuck ca. 1,13 Mrd. Euro ausgegeben – etwa gleich viel wie im Jahr davor. Im laufenden Jahr muss der Handel aber mit einem massiven Rückgang rechnen. Laut der Herbstprognose von Branchenradar.com Marktanalyse, die Uhren & Juwelen exklusiv vorliegt, schrumpfen die Ausgaben (stationär und online) heuer voraussichtlich um mehr als 14 % gegenüber dem Vorjahr. In dieser Prognose berücksichtigt ist ausschließlich das Kaufverhalten der österreichischen Privathaushalte. Besonders im Luxussegment ist der Rückgang für den stationären Handel vermutlich noch größer, da hier zusätzlich die Einkäufe ausländischer Touristen fehlen.

 

Anlässe fehlen.

 

»Die Ursache für die verhaltene Kaufbereitschaft der heimischen Konsumenten liegt auf der Hand«, sagt Aferdita Bogdanovic, Marketingleiterin von Branchenradar.com Marktanalyse. »Denn abgesehen davon, dass als Folge des Lockdown im stationären Handel mehr als zwei Monate lang gar nicht eingekauft werden konnte, sind auch die Rahmenbedingungen seit der Wiedereröffnung alles andere als ideal. Feste und Feiern finden nur eingeschränkt statt, wodurch sich auch die Anlässe für den Erwerb einer neuen Uhr oder Halskette reduzieren. Zudem erscheint vielen die Zeit wirtschaftlich als unsicher, weshalb mehr Geld zur Seite gelegt und nicht in Luxus investiert wird. Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass sich die Sparquote im heurigen Jahr auf 15 % des verfügbaren Einkommens verdoppelt.«

 

Onlinehandel erhöht Marktanteil auf 15 %.

 

Besonders hart trifft es den stationären Handel. Dieser muss laut Branchenradar.com Marktanalyse alleine vonseiten heimischer Konsumenten mit einem Umsatzrückgang von etwa 19 % rechnen. Die Einkäufe im Onlinehandel wachsen hingegen – auch infolge des Lockdowns – robust, vermutlich um 22 % gegenüber dem Vorjahr. Infolge erhöht sich der Marktanteil des Onlinehandels im Bereich Uhren und Schmuck auf rund 15 %. »Auch diese Entwicklung ist mit Hausverstand nachvollziehbar, trübt doch das Einkaufen mit Mund-Nasen-Schutz jegliche Einkaufslust, speziell wenn es sich um Luxusgüter handelt«, erklärt Aferdita Bogdanovic.

 

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Von: Manuel Friedl, www.textilzeitung.at