Sinkende Umsatzzahlen bei Swatch Group

In ihrem Halbjahresbericht offenbaren die Kennzahlen vordergründig keine positive Entwicklung, doch der Konzern bleibt für 2019 optimistisch.

Swatch Group HQ © Swatch Group

Der Nettoumsatz des Konzerns lag im Vergleich zum sehr starken Vorjahr bei 4,078 Mio CHF, was minus 3.7% zu konstanten Wechselkursen, respektive minus 4.4% zu aktuellen Kursen, bedeutet. Das Betriebsergebnis beziffert das Unternehmen auf 547 Mio CHF. Das sind minus 13.0% zum Vorjahr. Die operative Marge betrug 13.4% gegenüber 14.7% im Jahr 2018. Der Konzerngewinn liegt bei 415 Mio CHF: minus 11.3% zum Vorjahr, mit einer Nettomarge von 10.2% gegenüber 11.0% im Vorjahr. Feststellbar seien ein weiteres Wachstum in den Hauptmärkten Mainland China, Japan und USA, in allen Preissegmenten. Verantwortlich sieht sich die Swatch Group im Kampf gegen Graumarkthändler, gegen die man kompromisslos, vor allem in Europa, im Mittleren Osten, Osteuropa und Südamerika, vorgegangen sei – auch unter Inkaufnahme eines kurzfristig negativen Einflusses auf den Umsatz des ersten Halbjahres in dreistelliger Millionenhöhe. Langfristig werde dies allerdings vor allem in den Hauptmärkten zu positiven Effekten führen. Im eigenen Retail verzeichne man ein starkes organisches Umsatzwachstum und im E-Commerce, vor allem im mittleren und unteren Segment, eine ausgeprägte Zunahme.

Die Swatch Group rechnet trotz negativer Zahlen im ersten Halbjahr mit einem starken Wachstum im zweiten Halbjahr 2019: einerseits wegen der anhaltend guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten und andererseits weil das zweite Halbjahr 2018 durch ein schlechtes viertes Quartal geprägt gewesen sei, lässt das Unternehmen verlautbaren. Und weiter: Die Lancierung zahlreicher innovativer Produktneuheiten durch die Marken in allen Preissegmenten werde die Umsätze weiter stimulieren. Der erfolgreich implementierte E-Commerce, vor allem im mittleren und unteren Segment, im zweiten Halbjahr dynamisches Wachstum generieren. Der Konzern erwartet für das Gesamtjahr ein positives Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr.